Das Weinetikett – was es über den Wein verrät.


Das Weinetikett – was sagt die Hülle alles über die Fülle aus?

Sicher sind Sie beim Shoppen auch schon vor einem Wein stehen geblieben, weil ein hübsches Weinetikett Ihre Aufmerksamkeit erregt hat. Das Etikett ist das Erste, was uns ins Auge springt. Es sollte daher ansprechend und ästhetisch wirken. Sein Aussehen ist oft ein zentrales Kriterium für einen Kaufentscheid – denn wie heisst es so schön: das Auge trinkt mit. Damit Sie nicht die “Katze im Sack zu kaufen”, sollten Sie sich aber auch mit den inneren Werten befassen. Das Weinetikett liefert dazu ein paar hilfreiche Informationen.

Wer alle Angaben auf dem kleinen Weinetikett verstehen möchte, kann Stunden vor einem Weinregal verbringen. Ob das ein Zufall ist? Schliesslich leitet sich das Wort Etikett von estiquier ab, also feststecken. Ursprünglich war damit ein Zettel mit Hinweisen für das spanische Hofzeremoniell gemeint. Zum “Feststecken” vor dem Regal bewegen uns diese “Zettel” heute noch. Denn die Designer packen viele Informationen auf das Weinetikett: Alkoholgehalt, Herkunft, Rebsorte, Jahrgang, und vieles mehr.

Pflichten und Kür eines Weinetiketts

Die formalen Kriterien auf Weinetiketten sind streng reglementiert und umfassen teilweise sogar die Schriftgrösse. So manch ein Grafiker schüttelt da schon mal den Kopf.

Rechtlich verpflichtende Angaben sind die:

  • Qualitätsstufe (etwa Qualitätswein, Landwein), der Erzeuger und falls vorhanden der Abfüller inklusive Abfüllort.
  • Auch der Alkoholgehalt, das Inhaltsvolumen der Flasche sowie die Loskennzeichnung (zur Identifizierung des Tafelweines) bzw. amtliche Prüfnummer bei Qualitätswein müssen unbedingt angegeben werden.
  • Seit kurzem ist ausserdem anzuführen, ob der Wein Sulfite enthält, also ob er bei der Herstellung geschwefelt wurde.
  • In Frankreich, Italien und einigen anderen Ländern ist mit einem geschützten Anbaugebiet wie AOC, DOC usw. der Weintyp gleich vorbestimmt. Ein Sancerre AOC zum Beispiel darf ausschliesslich aus Sauvignon Blanc bestehen.

Was verrät das Weinetikett über den Geschmack?

Und wie schmeckt der Inhalt? Um das herauszufinden, müssen Sie zum Glas greifen und degustieren. Zwar geben uns Traube und Herkunft Hinweise auf die Geschmacksrichtung - aber nur Ihre eigenen Sinne, werden diese Frage abschliessend beantworten können. Ganz grob wird in Deutschlandn mit trocken, halb-trocken, lieblich und feinherb oft die allgemeine Geschmacksrichtung angegeben. Mehr Interpretation ist über das Design möglich. Die Etiketten-Designer versuchen auf kreative Weise die Komplexität des Geschmacks und den Wert des Weines visuell wiederzugeben.

Ein originelles Etikett und ein auffälliger Name können sogar, einen guten, aber völlig unbekannten Wein zu einem Bestseller machen – wie der Fall von Fat Bastard zeigt: Das Branding des Weins hat die vollmundigen, französischen Rotweine über Nacht berühmt gemacht.

Guter Wein und geschmackvolles Design

Ob in klassischer oder moderner Optik, ob von Grafikern oder Künstlern, ob minimalistisch und dezent elegant oder besonders auffällig – die Weinetiketten könnten vielfältiger nicht sein.

Das Etikett ist und bleibt ein wesentlicher Kaufanreiz, vor allem wenn Sie einen Ihnen bisher unbekannten Wein kaufen. Da zählt der erste Eindruck. Man könnte auch schon von Liebe auf den ersten Blick sprechen. Manche Weinliebhaber bevorzugen klassische, zeitlos schöne Designs und würden nie zu einer plakativ gestalteten Flasche wie die von Time waits for no one greifen. Andere Weinkenner wiederum lieben das Aussergewöhnliche. Weine mit ausgefallenen Etiketten - die machen was her!

«Welche Etiketten Sie auch bevorzugen. Bei uns finden Sie ganz bestimmt einen Wein, der Ihnen nicht nur optisch, sondern auch im Gaumen gefällt.»

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