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Wie viel Sonne braucht der Wein?

„Je mehr Sonne die Trauben abbekommen, desto besser gelingt der Wein“ – das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Der feinste Wein wächst eher in kühlen Zonen, denn er braucht beides: ausreichend Niederschläge und optimalerweise rund 1'800 Sonnenstunden im Jahr.

Wenn es nur auf die Sonneneinstrahlung ankäme, würde der beste Wein am Äquator gedeihen. In Wirklichkeit findet der Weinbau aber hauptsächlich auf zwei schmalen Gürteln statt: einer liegt auf der nördlichen, der andere auf der südlichen Hälfte der Erdkugel. Der nördliche ist der grössere Gürtel mit den europäischen und nordamerikanischen Anbauzonen und befindet sich zwischen dem 35. und 50. Breitengrad. Im höheren Norden gibt es – mit einigen Ausnahmen z.B. in Deutschland – nicht mehr genug Wärme, um die Trauben richtig reifen zu lassen.

„Grad richtig“

Im Durchschnitt benötigen die Trauben für einen feinen und frischen Wein eine Temperatur von mindestens 9 Grad Celsius. In der Nähe des Äquators sind die Temperaturen meist zu hoch und es regnet entweder kaum oder in kurzen Zeiträumen viel zu heftig für guten Wein. Der südliche Rebengürtel verläuft so, dass er Chile, Argentinien, Südafrika, Neuseeland und Australien umfasst. Also etwa vom 30. bis zum 45. Breitengrad.

Was weisse und rote Trauben lieben

Wussten Sie, dass Trauben einen Sonnenbrand bekommen können? Er zeigt sich an einem runden Fleck verbrannter Beerenhaut. Zu viel Hitze bekommt der Traube nicht gut. Viel Sonne ist aber wichtig für die Entwicklung des Aromas.

Weisse Trauben brauchen die Abkühlung, um die Zuckerentwicklung zu drosseln. Nicht zu lange Hitzeperioden und grosse Temperatursprünge vom Tag zur Nacht sorgen dafür, dass die Säure in den Beeren erhalten bleibt und finessenreiche Weine entstehen.

Heisse sonnige Tage, aber kühle Nächte – unter diesen Bedingungen reifen rote Trauben ideal aus. Die Weinbaugebiete in südlichen Ländern, z.B. die besten Lagen der Rioja, liegen deshalb oft in Seehöhen um 500–700 Meter, weil die Nächte hier stärker abkühlen als auf Meereshöhe. Eine der Schweizer Lieblingssorten, der Pinot noir liebt das kühlere Klima und bringt die besten Ergebnisse im Burgund oder im Wallis.

Globale Erwärmung

Die Erderwärmung könnte laut Experten dafür sorgen, dass die Rebengürtel sich nicht nur zu den Polen hin verschieben, sondern, dass auch das Land Polen im Jahr 2050 den besten Pinot noir hervorbringen könnte ...

 


 

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Kategorien: Ratgeber, Weintheorie

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